Ich bin so reich und dankbar

Hallo, hallo, hallo!

Seit über einem halben Jahr Pause, bin ich wieder online. Ich habe immer wieder angefangen zu schreiben, aber meistens nach einer halben Seite, habe ich keine Worte mehr gefunden.  Jetzt versuch ich es noch einmal und hoffe, dieses Mal klappt es besser.

In dem letzten halben Jahr hat sich viel geändert. Klar, das Leben um mich herum, aber auch in meinem Kopf. Ich weiß viel mehr, was ich will und was ich nicht will. Ich habe viele Erkenntnisse bekommen, über mein Dasein und da sind viel mehr Dinge, über die ich schreiben möchte.

Heute möchte ich kurz erklären, was in dem letzten halben Jahr passiert ist, wo ich bin, was ich mache und was mich momentan beschäftigt. Und dann in den nächsten Tagen,  möchte ich in die Tiefe gehen und mehr schreiben.

Wie sich mein Leben entwickelt hat

Also, seit Anfang des Jahres bin ich zusammen mit meinem Freund, den ich in London kennengelernt habe, wieder nach Deutschland gezogen. Wir leben in dem Haus meiner Eltern – anfangs dachte ich, das klappt nie, aber schnell hatte sich eine tolle Wohngemeinschaft ergeben, die wir beide nicht mehr missen wollen.

Bis Mitte April, hatten wir ein Crowdfunding laufen, in dem wir Geld sammelten, um ein umweltbewusstes und gesundes Cafe in Trier zu eröffnen. Leider hatten wir nur 70 % erreicht, wodurch wir letztendlich kein Geld ausgezahlt bekommen haben. Wer sich unser Crowdfunding Video noch ansehen möchte findet es hier.
Natürlich war es schade, dass es nicht geklappt hatte, aber wir haben in dem letzten halben Jahr extrem viel dadurch gelernt und durften mehr und mehr feststellen, was wir im Leben eigentlich wollen.

Trotzdem war es erstmal eine unangenehme Situation, als wir plötzlich da standen, mit geplatzem Traum. Eine Woche lang, wussten wir nicht mehr, was wir mit uns anfangen sollten, wieso wir morgens überhaupt aufstehen sollten und wie es nun weitergehen sollte. Da hatten wir plötzlich so viel Freizeit, dass wir überfordert waren.

Der Backpack wird wieder gepackt!

Aber nach jedem Tief, kommt ein Hoch. So setzen wir uns also zusammen und überlegten, welches Ziel wir uns setzen könnten. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass sowas dabei rauskommen würde – aber wir entschieden uns, Michaels Traum zu erfüllen und nach Peru zu reisen.

Das können wir uns natürlich nicht einfach so leisten. Momentan leben wir von Nachhilfe und Gitarrenstunden – was bisher auch vollkommen gereicht hat, aber für Peru brauchen wir mehr. Deswegen haben wir uns entschlossen, dass wir uns beide einen Halbtagsjob suchen und bis September  das nötige Geld zusammen sparen.

Das Universum (in Form meiner Schwester) hat mir direkt einen perfekten Job besorgt. Ich werde ab nächstem Monat in einem SOS Kinderdorf arbeiten. Da haben sich meine Babysitting Erfahrungen doch gelohnt! Aber das Beste daran ist eigentlich, dass es doch eine angenehme Balance zwischen Arbeits- und Freizeit ist. So habe ich fünf Tage frei und arbeite zwei. Das hört sich doch viel besser an, als anders herum! Jetzt brauchen wir nur noch einen Job für Michael und dann können die Flüge gebucht werden.

Laufen wir vom Leben davon?

Ja ich weiß, die Möglichkeit besteht, dass wenn wir zurück kommen, wieder am selben Punkt stehen wir vorher. Immer noch nicht wissen, wie es weitergeht. Aber muss man das? Ist das, was wir tun, nicht leben? Leben im Hier und Jetzt? Natürlich haben wir keine Sicherheit oder Garantien…aber wer hat die schon? Ich sage ja nicht, dass ich nicht arbeiten möchte. Aber ich sehe es nicht ein, es als normal anzusehen, das man die meiste Zeit, seines jungen Lebens, auf der Arbeit verbringt. Vor allem braucht man ja auch gar nicht so viel Geld, wie alle denken. Schraubt man seinen materialistischen Konsum etwas runter, wird einem auffallen, dass man so viel Geld aus dem Fenster schmeißt. Aber darüber möchte ich ein anderes Mal schreiben.

 

Ich bin so reich und dankbar

Vorgestern kam mir die Erkenntnis, dass ich unheimlich reich bin. Offensichtlich nicht an Geld – aber an viel wertvolleren Dingen. Ich habe ein Dach überm Kopf, in einem Haus, das voll ist mit Menschen, die sich gegenseitig lieben und respektieren. Wir haben einen großen Garten, der uns fast das ganze Jahr nährt. Hinterm Haus beginnt der Wald, der zu den erholsamsten Spaziergängen einlädt. Ich habe soviel Geld, dass ich mir biologisches Essen leisten kann, und am Ende des Monats noch etwas übrig bleibt, um es beiseite zu legen. Ich habe einen Partner gefunden, den ich aus ganzem Herzen liebe und der mich wachsen lässt. Ich fühle mich reich und dafür bin ich dankbar.

Was ist mit dir? Bist du auch reich? Besitzt du auch solch wertvolle Dinge? Ich bin mir da sicher. Manchmal vergisst man es nur.

 

Ich wünsche dir einen gemütlichen Abend.

In Liebe

Daria

 

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Ein Gedanke zu „Ich bin so reich und dankbar

  • Hallo liebe Daria!
    Schön, dass du wieder Blogartikel schreibst und es freut mich sehr zu hörne, dass du dich so weiter entwickelt hast und du neue Aufgaben, Herausforderungen und Erlebnisse suchst! Ich wünsche dir dafür weiterhin viel Erfolg und vor allem viel Spaß! 😀

    Leider hab ich meine wertvollen Dinge aus dem Auge verloren, aber ich weiß, dass ich einen schönen Wohnort habe, eine tolle Familie und Freunde, die mich unterstützen und mir ein schönes Leben leisten kann. Es ist ein tolles Gefühl sich mal wieder mit seinem besonderen Schätzen und Reichtum auseinander zu setzten 😀 Danke dafür :*
    Fühl dich gedrückt und hab einen schönen Tag!
    LG Julia

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