Mauritius – Was das Essen mich lehrte

Essen, essen und wieder essen…

Essen spielt in Mauritius eine ziemlich große Rolle und nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Oft wird hier schon direkt nach dem Frühstück das Mittagessen vorbereitet und nicht viel später, wird das Abendessen gekocht. So verbrachte ich in Mauritius auch sehr viel Zeit am Esstisch. Fast täglich waren wir bei Verwandten zum Abendessen eingeladen. Manchmal sogar zweimal täglich! Auffallend war, dass die Mahlzeiten immer sehr ähnlich aufgebaut waren.

Mauritius (17)

Verschenktes Potenzial

Obwohl Mauritius ein optimaler Standort ist, um super gesund zu leben, da man hier das ganze Jahr über frisches Obst und Gemüse bekommt, sieht die durchschnittliche Ernährung sehr ungesund aus.

Täglich gibt es polierten, weißen Reis und Weißbrot. Zu jeder Mahlzeit frittiertes Gemüse und Fleisch.  Oft sogar schon zum Frühstück. Und als ob das nicht schon genug fettiges Essen wäre, werden Gemüse und Salate mit Öl begossen, als sei es Wasser. Das ganze wäre schon schlimm genug, aber hier wird leider immer zu den falschen Ölen gegriffen, die unserem Körper nur schaden.

Da mich das Thema, rund um Öle und Fette, sehr interessiert, werde ich im nächsten Artikel, das Fett unter die Lupe nehmen. Denn hier herrscht so viel Unwissen (Ich schließe mich hier nicht aus) und falsche Weisheiten, die schnellst möglichst aufgedeckt werden müssen– denn die Entscheidung, welche Fette und Öle du in deine Ernährung integrierst, hat enormen Einfluss auf deine Gesundheit.

Obwohl man reifes und süßes Obst an jeder Ecke bekommt, wird mit Zucker nachgesüßt. Selbst beim Kochen von Gemüse wird Zucker verwendet. Und für den Durst gibt es gesüßten schwarzen Tee, Kaffee und Softgetränke. Mauritius ist eine Zuckerinsel 😉

Zusammengefasst wird also Fett und Zucker (auch Reis und Weißbrot) in Massen gegessen und die gesundheitlichen Vorteile der anderen Lebensmittel werden durch die Zubereitung zerstört.

Wenn man eins und eins zusammenzählt…

Das ganze blieb nicht ohne Folgen. Laut einer Studie aus dem Jahr 2010, war Mauritius mit den Diabetes Erkrankungen auf Platz vier der Weltrangliste. Zwischen den Jahren 1987 und 2009 stieg die Rate der an Diabetes Erkrankten um 62%! Kein Wunder bei diesen Essgewohnheiten! Weißer Reis, Weißbrot und Zucker ohne Ende! Wie soll da die Bauchspeicheldrüse hinterherkommen?

Ungesunde Ernährung am eigenen Körper erleben

Obwohl ich nur zwei Wochen auf Mauritius verbracht habe, merkte ich nach einigen Tagen extreme Veränderungen meines Körpers und Wohlbefindens.

  1. Gewichtszunahme: Abgesehen, dass man dauernd am Essen war, habe ich durch die sehr fettreiche Ernährung, enorm viele Kalorien zu mir genommen, dessen Energie ich aber nicht genutzt habe. Und diese überschüssige Energie lagerte sich dann, in Form von Speck, an Bauch und Hüpfte ab.
  2. Cellulitis: Seitdem ich vor knapp drei Monaten angefangen hatte, regelmäßiges Krafttraining zu machen, auf Gluten, Zucker und Öle verzichtet habe, und sehr viel getrunken habe, war meine Cellulitis so gut wie komplett verschwunden. Innerhalb einer Woche, in der ich viel Frittiertes und Weißbrot gegessen habe und kaum Bewegung hatte, ist sie wieder zurückgekommen.
  3. Gesichtshaut unreiner geworden: Bevor ich nach Mauritius reiste, war meine Haut makellos! Ich hatte noch nie so reine Haut gehabt. Das lag natürlich an der Ernährung, aber auch an der natürlichen, chemiefreien Pflege (Artikel dazu folgt). Auf Mauritius trank ich viel zu wenig Wasser und auch hier begünstigte das fettige Essen die Verschlechterung der Haut.
  4. Stoffwechsel langsamer geworden: Durch meine Ernährungsstrategie, die auf natürlichen und ganzen Lebensmitteln basiert, ist mein Stoffwechsel sehr gut geworden. Die fettige Ernährung, die kaum Ballaststoffe beinhaltete, hat meinen Stoffwechsel total ruiniert. Ich konnte nicht nur vier Tage lang nicht auf Toilette gehen, sondern fühlte mich träge und aufgebläht.
  5. Wassereinlagerungen: Durch erhöhten Salzkonsum (Normal verwende ich kein Salz beim kochen) und zu wenig Wasser, lagerte sich Wasser im Körper und ich fühlte mich sehr aufgeblasen.
  6. Müdigkeit und Antriebslosigkeit: Ich habe lange gebraucht, bis ich den Grund dafür herausfand. Es war der schwarze Tee. Er hat die selbe Wirkung wie Kaffee. Sobald man sich einen regelmäßigen Verzehr angewöhnt hat, kontrolliert er dein Aktivitätslevel. Und, was auch nicht viele wissen, Koffein blockiert die Eisenaufnahme. Und da Koffein eine Halbwertszeit von vier Stunden hat, ist es auch kein Wunder, dass ein Eisenmangel, der ebenfalls Müdigkeit verursacht, hervortritt (Das gilt natürlich genauso für unsere westlichen Länder, wo noch mehr Kaffee getrunken wird!)

„Eisenmangel gehört weltweit zu den häufigsten Mangelerscheinungen“ (http://www.abendzeitung-muenchen.de/) 

Was ich gelernt habe

Wie ihr seht, es hat sich bei mir eine ganze Menge getan. Zum Glück habe ich wieder Verantwortung übernommen und  alles wieder in den Griff bekommen. Aber man darf nicht vergessen, wir sprechen hier nur von zwei Wochen. Ich will mir nicht ausdenken, woran ich leiden würde, wenn ich das für Monate, Jahre oder mein ganzes Leben lang machen würde.

Ich weiß auf jeden Fall nur eins. So wie ich mich körperlich gefühlt habe, möchte ich mich nicht fühlen. Ich weiß, wie wunderbar es sich anfühlt, wenn ich meinen Körper nur mit guten Lebensmitteln fülle und ihn pflege. Und so möchte ich mich immer fühlen. Jetzt, morgen, aber auch mit 90 Jahren.
Und ich rede hier nicht von einer eingeschränkten Ernährung! Eingeschränkt ist man, wenn man Diabetes oder Übergewicht hat. Ich möchte gesund und fit sein. Wer will das nicht?

Was tust du dafür?

 


Quellen:  http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3241310/

 

 

Bildquellen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.