DENKEFAIR – Nachhaltig mit gutem Gewissen einkaufen

Lösungen

Könnt ihr euch noch an den Artikel „Was dir deine Kleider erzählen könnten“ erinnern, in dem ich zeige, was der eigentliche Preis unserer Klamotten ist? Das hinter einem konventionellen T-Shirt Hungerlöhne, Kinderarbeit, Umweltzerstörung und Gesundheitsrisiken stecken. Ein ziemlich dunkles Kapitel unserer heutigen Zeit. Ich persönlich fühle mich oft sehr hilflos, wenn es um solche globalen Themen geht. Was kann ich als einzelne Person dagegen tun?

„Keine Schneeflocke in der Lawine fühlt sich verantwortlich.“ Stanislaw Jerzy Lec

DIE MACHT LIEGT BEIM KONSUMENTEN – lautet die Antwort.

Ein wesentliches Merkmal des Menschen ist, dass er die Wahl hat. Wir können entscheiden, wofür wir unser Geld ausgeben und was wir unterstützen. Also habe ich etwas Recherche betrieben und bin auf eine Reihe toller Unternehmen gestoßen, die sich das Ziel gesetzt haben, faire Mode zu entwerfen. Eines der Unternehmen hat mir besonders gut gefallen und deswegen möchte ich den heutigen Artikel dem EinFrauUnternehmen aus dem Niederrhein widmen und euch DENKEFAIR vorstellen.

D E N K E F A I R

 — fair trade — bio — vegan — handgemacht in Deutschland —

Hinter diesem Unternehmen steht Alice, eine junge Frau, die sich vor fünf Jahren dazu entschied, eine nachhaltige Lösung anzubieten. Sie verkauft handgemachte Geldbörsen, Taschen, Rucksäcke und andere Accessoires, die sie selbst entwirft, näht und verschickt. Etwas, dass ihr sehr wichtig ist und zum Aushängeschild der Marke wurde.

„Bei denkefair.de ALICE’S VEGAN WALLETS kann sich jeder, der eine Geldbörse im denkefair-Onlineshop, in einem Laden, auf einem Markt oder einer Messe kauft, absolut sicher sein, dass ich für ihn genäht habe.“

denkefairAbgesehen davon, dass man also weiß, wer näht, bekommt man außerdem die Garantie für biologisches, fair gehandeltes und GOTS* zertifiziertes Material. Sprich, keine Kinderarbeit, keine unfairen und unwürdigen Arbeitsbedingungen, keine mit Pestiziden oder anderen Chemikalien verseuchten Stoffe. Und da kein Leder oder andere tierische Bestandteile verwendet werden, sind alle Produkte ebenfalls vegan. Mit anderen Worten, man kann sich guten Gewissens mit trendigen Geldbörsen & Co. ausstatten.  So wird ihr Online Shop zum wahren Paradies für nachhaltig konsumierende Frauen UND Männer. Natürlich aber auch für jeden anderen – denn die Produkte sind nicht nur „öko“ – sie sehen auch super aus. Alle Geschmäcker werden abgedeckt. Sei es sportlich, schick oder doch „Öko“- jeder findet etwas passendes.
Bevor ich verrate, wie der Denkefair Geldbeutel und Rucksack in meinem Alltagstauglichkeits-Test abgeschnitten haben, wollte ich die Herstellerin noch etwas genauer kennenlernen.

Ein Blick hinter die Nähmaschine

Du scheinst eine sehr leidenschaftliche und kreative Näherin zu sein – wie fandest du den Weg zu diesem Handwerk?

„Meine Stärke liegt ganz klar im Nähen. Die Hingabe für diesen Beruf liegt in meiner Familie. Schon meine Oma hat, als sie mit meiner Tante schwanger war, in einer Näherei gearbeitet und auch meine Tante, die mit dem Rattern der Nähmaschinen groß wurde, arbeitete später ebenfalls als Näherin. Nachdem ich meine erste Ausbildung zur Hotelfachfrau abgeschlossen und auch schon einige Jahre in diesem Beruf gearbeitet hatte, entwickelte sich so der Wunsch, dieses Handwerk zu erlernen. Mit meiner erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zur Modenäherin in der Tasche brauchte ich schließlich nur noch zu schauen, wie ich anderen einen Mehrwert liefere, damit sie mir helfen etwas zu verändern. Ich schaute mir den Markt an und erkannte, dass es eine Lücke an öko fair veganen Geldbörsen und Taschen ohne Lederoptik und gefertigt in einem deutschen Handwerksbetrieb gab. Ich wusste, dass es viele Menschen genau wie ich schrecklich finden, nicht genau zu wissen, WER da eigentlich und WIE bzw. unter welchen Umständen für sie genäht hat. Auch wusste ich, dass der Umgang mit Tieren vielen immer wichtiger wird.“

Was war der Auslöser, ein faires Unternehmen zu gründen?

„Im Nachhinein gab es wohl zwei Auslöser, die dazu beigetragen haben – wer ich heute bin und was ich bewege: Zum einen gab es den schmerzlichen Verlust meines Bruders, der mich dazu gebracht hat mein Dasein in Frage zu stellen und zuschauen wer ich sein möchte. Zum anderen war da noch mein verändertes Konsumverhalten. Damals fing ich an, immer mehr danach zu schauen, was ich eigentlich so einkaufe und mir dabei immer die drei W-Fragen (WER, WIE, WO?) zu stellen. Als ich mein Selbstbild neu sortiert hatte, wusste ich, dass ich mich gerne aktiv für nachhaltigen Konsum einsetzen möchte. Es gab viele einzelne Dinge, die mich sehr gestört haben. Da war zum Beispiel mein Unverständnis dafür, dass wir einerseits alle gutes Geld verdienen möchten, aber andererseits der Näherin unserer Kleidung nicht einmal bereit sind, einen Mindestlohn zu zahlen. Nicht zuletzt auch wie wir mit unserer Erde und Natur sowie anderen Lebewesen umgehen. An diesem Punkt hätte ich einfach sagen können: Aber was kann ich als Einzelne denn schon großartig daran verändern?! Das bringt doch eh nichts, wenn keiner mitmacht! Jedoch überlegte ich: Wo liegt meine Stärke? Was kann ich wirklich gut und wofür “brenne“ ich? Und wie bringe ich andere, ohne sie zu überrumpeln, dazu mir zu helfen, diese Dinge positiv zu verändern?“

Im Test: Öko und schön aussehen – aber wie sieht es im Alltag aus?

Fair trade, biologisch, vegan, made in Germany, cooles Design – alles schön und gut – aber wie alltags tauglich sind die Produkte? Sind sie tatsächlich so strapazierfähig, wie man es auf der Homepage liest? Ich durfte sie testen und nach vier Wochen des täglichen Gebrauchs, möchte ich euch hier meine persönliche Bewertung mitteilen: Ich entschied mich für einen Beutel-Rucksack, der sich auch als Handtasche umfunktionieren lässt und eine Geldbörse. Obwohl ich momentan in London lebe und so das Paket einen längeren Lieferweg vor sich hatte, musste ich nur zwei Tage warten. Als ich dann auspackte, war der erste Eindruck schon sehr überzeugend. Beides sieht noch besser aus, als auf den Fotos. Das Material fühlt sich sehr robust an und die Verarbeitung ist sehr sauber. Ich bin kein Experte, aber ich selbst habe schon einige Nähkurse gemacht, deswegen weiß ich, wie eine unsaubere Naht aussieht. Aber hier konnte ich nichts dergleichen finden. Es ist alles sehr präzise und sorgfältig.

denkefair-Rucksack ‚NATUR‘: Sei es zum Einkaufen, zum Wandern, ins Fitnessstudio oder für den Stadtbummel durch London, der Rucksack wurde zu meinem ständigen Begleiter, denn er ist vielseitig nutzbar. Ob Rucksack oder Handtasche, er lässt mich cool aussehen und wenn es um den Transport schwerer Sachen geht, konnte ich mich bisher auf ihn verlassen. Die Größe ist genau richtig – es passt einiges rein; sogar mein Laptop – aber gleichzeitig wirkt er nicht riesig. Da die Farben sehr neutral und schlicht sind, kann ich es auf alles tragen.

denkefairdenkefair-Geldbörse ‚NATUR‘: Sie ist schlicht, robust, und hat alles was man braucht. Im Gegensatz zu meiner letzten großen Geldbörse, hat diese eine angenehme Größe und braucht keine extra große Handtasche, um verstaut zu werden. Münzen, Geldscheine, Bankkarten und Passfotos finden alle ihren Platz – ohne Verlustrisiko.

FAZIT:

Ich bin super zufrieden und habe nun zwei neue Lieblingsstücke in meiner Sammlung – dabei kann ich mich nicht entscheiden, ob der Grund dafür, das Design ist oder das Wissen, dass es öko, fair und vegan ist. Aber eines weiß ich gewiss, ich trage beides mit ein wenig Stolz und es kam nicht nur einmal vor, dass ich auf der Straße von Interessenten angesprochen wurde. Preislich bezahlt man natürlich mehr, als für konventionelle Stofftaschen – aber hier geht es um fairen Handel und biologisches Material. Betrachtet man außerdem die Tatsache, dass es sich um ein EinFrauUnternehmen handelt, finde ich die Preise sogar günstig. Nicht zu vergessen, alles wird von Alice in Deutschland handgemacht. Da Wert auf strapazierfähige Stoffe gelegt wird, wird man auch lange Freude dran haben. In meinen Augen ist es eine gute Investition  –  aber auch ein fairer Preis. Wie Alice eben auch schon sagte, wir wollen alle einen gerechten Lohn, dann müssen wir aber auch bereit sein, diesen anderen zu ermöglichen.

Kritikpunkte habe ich nur einen: Ethisch vertretbares Einkaufen macht so viel Spaß, dass man aufpassen muss, nicht den ganzen Laden leer kauft!

Ein Geschenk für meine Leser 🙂

Ich habe eurer Interesse geweckt oder ihr seid schon länger auf der Suche nach fair-trade Mode? Dann hat Alice ein Geschenk für euch. Ihr bekommt einen 10%  Rabatt-Gutschein für euren Einkauf auf www.denkefair.de. Was ihr dafür machen müsst? Ganz einfach, abonniert HIER kostenlos meinen Newsletter und ihr bekommt den Rabatt-Code zugemailt. Alles kostenlos und jederzeit problemlos kündbar.

Falls ihrshots_-2gg euch mehr Bilder ihrer Kreationen ansehen oder das Unternehmen noch besser kennenlernen möchtet, verlinke ich euch HIER ihren Instagram Account und HIER die Facebookseite.

Wie immer freue mich über Feedback und ich würde mich natürlich wahnsinnig freuen, wenn es  nun einen nachhaltigen Konsumenten mehr gibt 🙂 Wenn euch der Artikel gefallen hat, teilt ihn bitte auf Facebook oder gibt dem Beitrag einen Daumen nach oben.

Danke an die wunderbare Alice –  für ihre Offenheit, Transparenz und natürlich dafür, dass sie die Welt ein kleines bisschen besser macht.

 


*“Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist als weltweit führender Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern anerkannt. Auf hohem Niveau definiert er umwelttechnische Anforderungen entlang der gesamten textilen Produktionskette und gleichzeitig die einzuhaltenden Sozialkriterien.“ (http://www.global-standard.org/)

 

Bildquellen

  • Denkefair – Rucksack: @Michael Virahsawmy
  • Denkefair – Geldbörse: @Michael Virahsahwmy
  • Denkefair – Rucksack: @Michael Virahsawmy

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